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Blaukreuzmusik Winterthur gestern


Die Blaukreuzmusik Winterthur wurde am 18. August 1947 von ehemaligen Heilsarmee Musikanten gegründet. Sie bezweckt durch ihr Musizieren dem Reich Gottes und dem Blauen Kreuz zu dienen. Daher bekennt sie sich auch zum Grundsatz des Evangeliums und der Abstinenz. Seit der Gründung spielt die Blaukreuzmusik in der Brass-Band Besetzung.


Am Anfang spielten die Musikanten auf ausgeliehenen Instrumenten. Auch eine Uniform war noch nicht vorhanden. Dies wurde alles eingespielt durch die rege Konzerttätigkeit. Da ist es vorgekommen an einem Tag einen Gottesdienst mit zu gestalten und Nachmittags noch drei Konzerte an verschiedenen Orten zu geben.


1950 konnte dann die erste Uniform in Empfang genommen werden. Sie stammte von der Blaukreuzmusik Basel, die ihrerseits eine Neuunifomierung durchgeführt haben. Daher mussten natürlich auch einige Abänderungen durchgeführt werden, damit die "Winterthurer" dreinpassten. Sieben Jahre später ist dann auch eine Fahne dazugekommen. Das Ehrenvolle Amt des Fähnrichs ist einem ehemaligen Alkoholabhänigen zugefallen.


Die Blaukreuzmusik Winterthur nimmt regelmässig am schweizerischen Blaukreuzmusikfest teil. Zu diese kameradschaftlichen Zusammenkunft aller Blaukreuzmusiken der Schweiz wurde 1967 nach Winterthur eingeladen. Dabei wurde auch die erste eigene Uniformierung durchgeführt. Durch die Austragung des 13. Blaukreuzmusikfestes, ist die Blaukreuzmusik Winterthur in der Achtung der Vertreter des städtischen Musikverbandes gestiegen. Den vormaligen Bedenken einer Mitgliedschaft stand nun nichts mehr im Wege.


Im Jahre 1975 wurde ein erstes mal am Abstinenz Gedanken gerüttelt. Neue gute Bläser, die die Musik ergänzten, waren nicht zu einer Aktivmitgliedschaft bereit wenn sie auf den Alkohol verzichten mussten. So ist es an der GV zu einer Bereinigung der Situation gekommen, so das nachher die Musik nur noch mit 18 Musikanten und ohne Dirigent dastand. Da ist das Gründungsmitglied Heinrich Ammann eingesprungen und hat die musikalische Leitung noch einmal übernommen.


Ein weiterer Höhepunkt unserer Geschichte ist die 100 Jahr Feier des Blauen Kreuzes im Eisstadion Bern. An dieser Feier hatten die Blaukreuzmusiken ihren Festen Platz. Eindrücklich für jeden Musikanten war der Gesamtchor vor annähernd 10000 Zuschauern.


Anlässlich der Jahreskonzerte 1986 konnten die Musikantinnen und Musikanten den Zuhörern eine neue Uniform präsentieren. Da nun auch Frauen in den Reihen der Blaukreuzmusik mitmachten, konnte keine geeignete Bekleidung für sie gefunden werden. Somit wurde beschlossen die 20 jährige Uniform zu ersetzen. Man kam von der traditionellen Uniform weg und entschied sich für eine Smoking Ausführung mit Gilet. Einzig die Mütze war einer nicht endenden Diskussion ausgeliefert, bis sie 1992 ersetzt wurde.


1997 wurde zum Jubiläumsjahr erklärt. 50 Jahre Blaukreuzmusik Winterthur war uns mehr als ein Fest wert. So feierten wir bereits im Januar an unseren traditionellen Jahreskonzerten. Wir spielten Highlights aus vergangenen Zeiten, die zum Teil von den damaligen Dirigenten selbst einstudiert und präsentiert wurden. An der eigentlichen Jübiläumsfeier wurde unser eigenes Geschenk, eine neue Fahne, entrollt. Als Patensektion konnte die Blaukreuzmusik Ostermundigen gewonnen werden. Und im Herbst haben wir alle aktiven und ehemaligen Bläser zu einem gemütlichen Essen eingeladen. Als einziges aktives Gründungsmitglied wurde Willy Müntener an dieser Stelle für 50 Jahre Blaukreuzmusik Winterthur geehrt.





Blaukreuzmusik Winterthur heute


Seit der Gründung hat sich die Zeit gewandelt, doch die Probleme sind geblieben, wenn nicht vielfältiger geworden. So sind wir überzeugt das unsere Musik nach wie vor einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Als familiäre Gemeinschaft können wir auch sozial Schwächeren einen Halt bieten.


Auch das Musizieren im Dienste des Blauen Kreuzes hat sich gewandelt. Früher waren wir ein Bestandteil des Programms während heute vieles selbst organisiert werden muss, was die Aufgabe des Vorstandes sicher interessanter aber auch herausfordernder macht. So haben wir in den letzten Jahren auch Musikreisen organisiert um in anderen Ländern die Arbeit des Blauen Kreuzes zu unterstützen. Wir denken da an die deutsche Bundeskonferenz die alle fünf Jahre stattfindet. Vor einer Kulisse von 1800 erfreuten Menschen zu musizieren ist ein einmaliges Erlebnis. Ein bisschen weniger Zuhörer hatten wir auf unseren Reisen nach Ungarn und Schweden, wo wir die Aufbauarbeit des Blauen Kreuzes unterstützten.


So versuchen wir immer wieder Anlässe zu organisieren wo wir durch unsere Musik ein Zeugnis sein können. Daher sind wir auch bestrebt das jeder Einzelne durch sein Üben und da sein zum Gelingen beiträgt. Dazu braucht es aber auch immer wieder neue Bläser. Musiker mit einer christlichen Glaubenshaltung gibt es doch noch oft, aber dazu noch abstinent leben, nein danke. So sind wir darauf angewiesen das Gott den Einen oder Anderen zum Mitmachen in unserer Musik beruft. So wissen wir auch, dass wir im Dienste Gottes musizieren für den Nächsten und als Lob und Dank für die bekommenen Talente.